Ohne Künstliche Aromen
Vor 15:00 Uhr bestellen, am selben Tag versendet.
Eigene Herstellung - Jede Bestellung - frisch abgefüllt

Sind Cashewkerne Nüsse?

Über Cashews halten sich verschiedene Gerüchte. Manche sagen, Cashews seien überhaupt keine Nüsse und darum nicht mit diesen zu vergleichen. Wir sehen uns alle Mythen über Cashews an und überprüfen, ob sie wahr sind. Außerdem erklären wir Dir vieles über die Nährstoffe in Cashews.

Die Cashew ist keine Nuss

Sind Cashews Nüsse? Nein! Wie die Bezeichnung Cashewkerne schon ganz richtig suggeriert, handelt es sich bei Cashews nicht um Nüsse, sondern um Steinfrüchte. An den Cashewbäumen wachsen Früchte, sogenannte Cashewäpfel, die jeweils eine Cashewnuss tragen. Bei dieser „Nuss“ handelt es sich aber eigentlich um eine Steinfrucht. Diese Steinfrucht bildet wiederum die Umhüllung für den Cashewkern, den wir essen.

Sind Cashewäpfel auch essbar? Ja, diese Früchte kann man essen. In den Anbauregionen des Cashewbaums werden die Früchte zu Marmeladen oder Saft verarbeitet, mancherorts brennt man auch Schnaps daraus. Cashewäpfel sind in Europa aber nur schwer zu bekommen.

Welche Inhaltsstoffe sind in Cashewkernen?

Cashewkerne enthalten nicht nur Kohlenhydrate und Proteine (Eiweiße), sondern auch Vitamine und Mineralstoffe, obendrein auch Tryptophan. Im Folgenden schauen wir uns einige dieser wertvollen Nährstoffe genauer an. Alle Mengenangaben beziehen sich dabei auf den Nährstoffgehalt von 100 Gramm Cashewkernen.

Tryptophan

L-Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure, das heißt, der Körper kann sie nicht selbst herstellen, sondern ist auf die Zufuhr von außen angewiesen. Der Körper stellt aus der Aminosäure den Botenstoff Serotonin her. Im Laufe des Tages bildet der Körper aus dem Serotonin wiederum das Schlafhormon Melanin.

Magnesium

100 Gramm Cashews enthalten bis zu 260 mg Magnesium.

Phosphor

Mit durchschnittlich 490 mg Phosphor sind Cashews ein Lieferant für das Spurenelement.

Eiweiß

Cashewkerne enthalten etwa 15,3 g Eiweiß.

Fett

Cashews enthalten ungesättigte Fettsäuren.

Vitamine

Cashews enthalten Vitamine der B-Gruppe, darunter 1,22 mg Vitamin B5 (Pantothensäure) und Vitamin B9 (Folsäure).

Wichtig für die Cashews: sorgsame Verarbeitung

Schon die Ernte der reifen Cashewäpfel ist eine diffizile Aufgabe. Warten die Bauern nur etwas zu lang, fallen die reifen Cashewäpfel von den Bäumen. Auf dem Boden verderben sie in der feuchtwarmen Tropenluft recht schnell. Pflückt man jedoch die noch etwas unreifen Früchte vom Baum, leidet später die Qualität der Kerne. Am besten ist es, die reifen Äpfel direkt, nachdem sie vom Baum gefallen sind, aufzusammeln. Da aber nicht alle Äpfel eines Cashewbaums gleichzeitig reif werden, müssen die Plantagen regelmäßig nach gefallenen Früchten „durchkämmt“ werden. Dieser Aufwand treibt natürlich den Preis in die Höhe, ist aber wichtig für die Qualität.

Bevor die Cashewnüsse weiterverarbeitet werden können, müssen sie zunächst einmal von den Äpfeln getrennt und getrocknet werden. Dies geschieht heute meist nicht mehr traditionell an der frischen Luft, sondern mechanisch, mit maschinellen Verfahren und unter großer Hitze, um den Vorgang zu beschleunigen.

Der letzte Schritt in der Verarbeitung von Cashews nach der Ernte ist das Rösten bzw. Dämpfen. Beide Verfahren haben ihre Vor- und Nachteile. Das Rösten kann wegen der großen Röstkessel und der hohen Temperaturen schnell vonstattengehen und ist somit die günstigere Variante, jedoch kann die Qualität darunter leiden. Das Dämpfen ist die schonendere, aber auch aufwändigere, Methode.

Rohe Cashewkerne sind fast nicht zu bekommen, da die rohen Schalen („Nüsse“) ein stark ätzendes Öl enthalten, das nur durch Hitze neutralisiert werden kann. Rohe Cashewkerne aus der Schale zu holen kann also ganz schön gefährlich sein. Vielleicht kommt daher das Gerücht, Cashews seinen giftig?

Herkunft der Cashews

Jetzt hast Du schon einiges über die Inhaltsstoffe von Cashews erfahren und fragst Dich vielleicht: Wo kommen Cashews eigentlich her? Ursprünglich wuchsen Cashewbäume nur im brasilianischen Urwald, doch schon im 16. Jahrhundert führten die Portugiesen die Pflanze in Mosambik und Indien ein. Der Subkontinent wurde in den folgenden Jahrhunderten zum größten Cashewproduzenten der Welt. Heute konkurrieren Vietnam und Nigeria mit Indien um den ersten Platz der Cashew-Exporteure, doch auch andere – vorrangig westafrikanische – Nationen haben den Cashewanbau in den vergangen zwei Jahrzehnten merklich intensiviert. In der Regel werden die Cashewschalen noch vor Ort geröstet, nur die leckeren Kerne treten die Weiterreise an.

Der Anbau von Cashewbäumen kann in strukturschwachen Regionen eine echte wirtschaftliche Perspektive für die Menschen bieten und so dazu beitragen, dass eine Abwanderung weiter Teile der Landbevölkerung in die Städte unterbleibt. Davon profitiert wiederum die Gesundheit der Landarbeiter, denn in den rasch wachsenden Städten Westafrikas herrschen oft schlechte Lebensbedingungen. Darum fördern einige afrikanische Länder den Cashewanbau als Gegenmittel gegen die Landflucht, indem sie den Bauern Mindestpreise für deren Cashews garantieren.

Fazit: Cashews sind lecker!

Du siehst: Cashewkerne sind ein leckerer Snack, der viele verschiedene Inhaltsstoffe hat. Cashews enthalten unter anderem pflanzliche Proteine und Ballaststoffe. Daneben sind die Spurenelemente wie Zink, Eisen und Phosphor vorhanden. Doch nicht nur als Snack sind sie schmackhaft, es gibt auch viele Rezepte für leckere Kuchen und anderes Gebäck mit Cashewkernen. Schau Dich einfach mal um!

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.