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Alles über Erdnüsse

Alles über Erdnüsse

Du magst Erdnüsse? Wir auch. Egal ob knackig geröstet, gesalzen, gebrannt oder als Kochzutat – Erdnüsse sind nicht nur lecker, sondern auch sehr vielseitig verwendbar. Welche Nährstoffe und wie viele Kalorien eine Erdnuss enthält, woher Erdnüsse stammen und ob sie überhaupt Nüsse sind, erfährst Du in unserem Blogbeitrag. Außerdem verraten wir Dir, welche Lebensmittel aus Erdnüssen hergestellt werden und wie Du die Haut von den Erdnüssen bekommst.

 

Woher kommt die Erdnuss?

Erdnüsse kommen ursprünglich aus Südamerika. In Peru wurden Erdnussschalen bei archäologischen Ausgrabungen in menschlichen Ansiedlungen gefunden, die fast 8.000 Jahre alt sind. Von dort verbreitete sich der Erdnussanbau in ganz Süd- und Mittelamerika. Die Azteken nannten die Erdnuss tlalcacáhuatl, das bedeutet wörtlich „Kakaobohne aus der Erde“. Nach Europa kam die Erdnuss schon bald nach Eroberung des Aztekenreichs durch die Spanier. Heute werden Erdnüsse in allen Gebieten der Erde angebaut, die warm genug für die Pflanze sind. Das trifft neben Südamerika auf weite Teile des tropischen Afrika und Asien zu. Der Löwenanteil der weltweiten Erdnussproduktion stammt heute mit etwa 40 Prozent aus der Volksrepublik China.

 Erdnussfeld mit Erdnusspflanzen

Bild: Erdnussfeld mit Erdnusspflanzen

Sind Erdnüsse Nüsse?

Ja! Oft liest man, das sei nicht der Fall, da die Erdnuss eine Hülsenfrucht sei. Das ist im botanischen Sinne auch korrekt, die Erdnusspflanze gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Für die Entscheidung, ob eine Frucht eine Nuss ist oder nicht, ist jedoch nicht die Verwandtschaft mit anderen nussproduzierenden Pflanzen entscheidend, sondern die Ausprägung der Frucht selbst. Bei der Erdnuss bleibt ihr Perikarp, das die reifen Samen bzw. Kerne umhüllt, (die „Schale“) stets geschlossen. Das unterscheidet sie von anderen Hülsenfrüchten und macht sie zu einer echten Nuss. Eine Besonderheit unterscheidet die Erdnuss aber tatsächlich von allen anderen echten Nüssen: Sie wächst tatsächlich an den Wurzeln der Pflanze, also unter der Erde. Daher stammt natürlich auch ihr Name.

 Erdnüsse in der Erde

Bild: Frisch geerntete Erdnüsse

Erdnüsse: Nährwerte und Nährstoffe

Erdnüsse enthalten viele Inhaltsstoffe wie Vitamin E und zahlreiche Vitamine der B-Gruppe wie Pantothensäure, Folsäure und Thiamin. Auch findest Du viele Mineralstoffe wie Calcium, Eisen und Natrium in den Erdnüssen, außerdem enthalten 100 Gramm Erdnüsse ungefähr 127 Milligramm Magnesium. Weniger bekannt ist der Umstand, dass Erdnüsse Arginin enthalten. Das ist eine Aminosäure.

Die Erdnuss kann ein Bestandteil vegetarischer oder veganer Ernährung sein. Eine Erdnuss besteht zu fast einem Viertel aus Eiweiß. Kohlenhydrate sind in etwa gleichen Mengen enthalten. Ein weiterer wichtiger Bestandteil jeder Erdnuss ist Fett. Das Gewicht jeder Nuss wird zur Hälfte von Fett bestimmt. Die Fette in der Erdnuss bestehen zum Großteil aus ungesättigten Fettsäuren. Und wie sieht’s mit dem Energiegehalt aus? 100 Gramm Erdnüsse liefern circa 580 Kilo-Kalorien (kcal) Energie.

 

Wie entfernt man die Haut von Erdnüssen?

Keine andere Nuss lässt sich leichter von ihrer Schale befreien als die Erdnuss. Schon Kinder können die dünne Hülle ohne Werkzeug knacken, um die zwei leckeren Erdnusskerne freizulegen, die im Innern der Schale stecken. Wenn da nur nicht das braune Häutchen wäre! Dieses erfüllt in der Natur eine wichtige Schutzfunktion, ist beim Essen aber eher hinderlich. Doch zum Glück lässt sich die Haut bei gerösteten Erdnüssen leicht mit den Fingern entfernen. Bei rohen Nüssen ist das schon schwieriger, doch mit diesen wirst Du als durchschnittlicher Verbraucher in Deutschland auch kaum in Kontakt kommen. Alternativ kannst Du die Haut auch einfach mitessen. Sie ist zwar nicht besonders schmackhaft, doch dafür enthält sie Ballaststoffe und Antioxidantien.

 Erdnüsse Haut entfernen

Bild: Wie entfernt man die Haut bzw. Schale von Erdnüssen?

Erdnussprodukte

Im Unterschied zu den meisten anderen Nüssen werden Erdnüsse nur selten roh gegessen. Der Grund dafür ist einfach: rohe Erdnüsse schmecken zwar nicht schlecht – ihr Geschmack erinnert an den der uns vertrauten Bohnen –, doch sie können nur schlecht über längere Zeit gelagert werden und können sogar schimmeln. Darum sind praktisch alle Erdnüsse, die Du im Handel kaufen kannst, geröstet – auch die mit Schale. Geschälte Erdnüsse gibt es naturbelassen, gesalzen oder mit verschiedenen Überzügen.

Vor allem in der asiatischen Küche spielen Erdnüsse eine große Rolle. Dort verzehrt man die Hülsenfrüchte weniger als Snacks, sondern verwendet sie eher als Zutat zum Kochen und Backen. In Indien und China ist Erdnussöl eines der wichtigsten Speiseöle und findet beim Braten von Fleisch und Gemüse Anwendung. Vielleicht kennst Du auch die leckere Erdnusssoße aus Deinem asiatischen Lieblingsrestaurant.

Ein weiteres Erdnussprodukt, das Du sicherlich kennst oder von dem Du bestimmt schon einmal gehört hast, ist die Erdnussbutter. Diese Creme aus gemahlenen Erdnüssen und Öl ist nicht nur unter dem Namen Peanut Butter in den Vereinigten Staaten sehr beliebt, sondern auch bei unseren niederländischen Nachbarn und in einigen asiatischen Ländern. Dort ist sie allerdings eher eine Zutat in verschiedenen Gerichten als ein Brotaufstrich. Nahrungsmittelpasten auf Basis von Erdnussbutter werden auch von Hilfsorganisationen auf der ganzen Welt als therapeutische Fertignahrung zur Bekämpfung der Unterernährung eingesetzt. Die Erdnuss ist in den Händen dieser Profis also eine wahre Lebensretterin!

 Erdnüsse

Bild: Erdnüsse

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